Das Drogenhilfezentrum Saarbrücken

In der heutigen Episode berichtet Dirk aus dem Drogenhilfezentrum (DHZ) aus Saarbrücken. Aaron und Renan begleiten ihn durch die Einrichtung und beschreiben die Angebote, die die Nutzer_innen dort vorfinden.

Wir erleben den Kontaktladen ebenso wie den Drogenkonsumraum mit Atmosphäre, lernen das neue Streetwork-Projekt und das Projekt „Le Trottoir“ kennen. Dabei geht‘s u.a. um den sicheren Konsum harter Drogen sowie Beschaffungsprostitution.


Das DHZ ist eine sog. akzeptanzorientierte Einrichtung. Die akzeptierende Drogenhilfe hat sich in den 80er Jahren entwickelt. Ihr vorangegangen waren ausschließlich abstinenzorientierte Strategien und Konzepte. Die zunehmende gesundheitliche, soziale und psychische Verelendung der Drogenkonsument_innen in den öffentlichen Drogenszenen, ständig steigende gesellschaftliche Sekundärkosten (Beschaffungskriminalität etc.) sowie das Aufkommen der Immunschwächekrankheit AIDS in der intravenös konsumierenden Szene, aber auch eine sich von Jahr zu Jahr erhöhende Zahl von Drogentoten förderten in Drogenpolitik und -hilfe ein Umdenken. Die geringe Reichweite des hochschwelligen und abstinenzorientierten Drogenhilfesystems führte zum Beschreiten neuer Wege.


„Le Trottoir – Hilfen für Prostituierte“ ist ein Außenprojekt des DHZ. Das Angebot ist in zwei Containern am Straßenstrich untergebracht, der sich in der Nähe des DHZ, aber außerhalb des Wohngebiets befindet. Prostitution und Konsum liegen zeitlich nahe beieinander. Die Akzeptanz der Frauen für den Standort und das Projekt steht und fällt mit der fußläufigen Erreichbarkeit von DHZ und Szene.

Shownotes:

Drogenhilfe Saarbrücken: https://drogenhilfezentrum.de/dhz

DHZ auf Instagram: https://www.instagram.com/drogenhilfezentrum_sb/

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