Grenzen ziehen als Angehörige

Im Podcast Ab 21 von Deutschlandfunk Nova wurde Geschäftsführer Dr. Dirk Kratz gestern gefragt, wie man als Angehörige problematischen Substanzkonsum erkennen und auch ansprechen kann. Dass das nicht ganz einfach ist, aber dass es dennoch wichtig ist, klare Grenzen zu setzen und sich Hilfe zu holen, wurde in dem Gespräch klar.Am Anfang der Episode stellt eine Betroffene ihren Weg als Kind aus einer suchtbelasteten Familie dar. Eigentlich hätte sich natürlich auch angeboten, zu dieser Angehörigen-Perspektive etwas zu sagen. Allerdings war es auch ein Ziel der Sendung, den Hörer_innen nicht nur einen Einblick, sondern auch konkrete Hilfeansätze für ihren Alltag zu geben.

Hier geht’s zur Folge: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/alkoholsucht-wie-wir-als-angehoerige-damit-umgehen

Natürlich sind wir auch im Podcast Freiheit ohne Druck bereits mehrfach auf das Thema eingegangen, was Angehörige genau tun können. Schwierig macht es aber die Tatsache, dass jede Lebenslage unterschiedlich ist und es kein „Grundrezept“ gibt, nur vielleicht ein paar Grundsätze:

  1. Konfrontation des_der Partner_in mit dem problematischen Konsumverhalten: Ist ein konfliktfreies Gespräch möglich? Zeigt sich ein Einsehen bzw. eine kritische Selbstreflexion?
  2. Wenn nicht: Mit anderen offen darüber reden und Hilfe von Außen holen – Freund_innen, Familienangehörige oder die örtliche Suchtberatung
  3. Und wichtig: Sich selbst schützen und auf die eigene Belastung achten!

Auch die Frage „Wann ist es zuviel?“ ist keine einfache. Natürlich kann man sagen: „Sobald sich negative gesundheitliche Auswirkungen zeigen“, jedoch zeigen die sich meistens schon ziemlich früh, während der Konsum in der Beziehung vielleicht noch gar als Problem aufgetaucht ist. Deswegen ist aus der Perspektive der Angehörigen sicher ein guter Marker, wenn sich der Substanzkonsum auf der Beziehungsebene problematisch bemerkbar macht, u.a.:

  • Konflikte zum Thema häufen sich
  • Absprachen werden wegen des Konsums nicht eingehalten
  • Es mehren sich die Beziehung belastende Verhaltensweise aufgrund des Konsums.

Besonders bedrohlich wird die Situation, wenn der Substanzkonsum zur aktiven Emotionsregulation, vielleicht sogar zur „Konfliktlösung“ eingesetzt wird. An diesem Punkt ist das (mindestens) riskante Konsummuster offenkundig, so dass dringend Hilfe von Außen gefragt ist.

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Foto von charlesdeluvio auf Unsplash

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